Faltrad-Erfahrungen
Dieses Klapprad war leicht und robust; nur leider hatte es keine Motor-Unterstützung.
Auf dem Markt gab es noch nicht viel Auswahl. Auch sollte es nicht teurer als 2.000 EUR werden. So ergriff ich die Chance eines Testmodells.
Es wurde als "Urban 250 W Klapprad E-Bike Pedelec" angeboten. Ohne Testfahrt kaufte ich dieses 20" Faltrad mit einem leichten Rahmen aus Aluminium.
Ich war aber zunehmend mit den Fahr-und Sitzeigenschaften unzufrieden, und suchte weiter ...
Ich kaufte das "THE ONE U3" (25 km/h (EU) - 32km/h (US) 250 W 3 Level Pedal Assist Single speed transmission Shimano hydraulic brakes 36V - 7Ah (lithium-Ion battery) 60 Km battery range) mit einem Gewicht von nur 12,5 kg. Dieses geringe Gewicht wurde vor allem erreicht mit einem Rahmen aus einer Magnesium-Legierung, und statt der Gabel für die Räder waren vorn und hinten eine einseitige Halterung konstruiert. Mitte Februar 2020 konnte ich das Paket auspacken.
Nach 4 Jahren / 2.100 km Nutzung traten dann Fehler auf: Die Kettenspannung ließ sich nicht korrigieren. So musste die Kette und auch eine Pedale wegen defekter Kugellager gewechselt werden.
Auch gibt es keine unplattbare Reifen für die Räder. Der Leerlauf war nicht mehr frei (vermutlich eine Verschmutzung in der Motorachse), so drehte sich beim Schieben über die Kette das Tretlager mit und der Motor schaltete sich zu und gab seine Unterstützung mit voller Leistung. Ohne sofort die Bremse zum Ausschalten des Motor einzusetzen, sprang das Bike wie ein junges Fohlen im Galopp.
Da es keine Vertragswerkstatt und auch keine Ersatzteile gibt, sind spezifische Reparaturen nicht möglich. Ich suchte also weiter ...
Die aufgefaltete Gesamtlänge sollte länger als 135 cm (bzw. > 100 cm Achsenabstand) aber nicht mehr als 152 cm betragen, damit das Fahrrad auch ohne zu falten in meinen Gegebenheiten transportiert werden kann. Lenkerhöhe und Sattelstütze sollten flexibel verstellbar sein. Die Reifengröße sollte in der Breite eine Standardgröße sein, damit die Reifen auch durch unplattbare ersetzt werden können (z. B. nicht fetter als 1,95").
Die eingebaute Gabelfederung wirkt nach meinen Erfahrungen recht gut, ich empfinde die Belastung für meine Arme viel weniger als bei meiner Nutzung der vorangegangen E-Bikes.
Den Originalsattel habe ich durch einen breiteren ausgetauscht und mit der Stahldrahtfeder von now bike (siehe jetzt Gobesty, EBKCQ, Vegena oder MAYANGYANG) abgefedert.
Inzwischen ist mir nach 5 Jahren Nutzung die Stahldrahtfeder gebrochen. Ersetzt habe ich sie nun mit
der Sattelfederung "Air Seat 25". Nach den ersten 200 km kann ich berichten, dass diese Federung voll den Comfort bringt, die Stöße aus der Sattelstütze bestens abfängt. Die Kontruktion von Air Seat verhindert auch das Nachschwingen. Weitere Informationen siehe www.airseatliyida.com.

Die beiden Bilder zeigen den von mir genutzten Sattel mit der darunter motierten Sattelfederung Air Seat und einen Bildausschnitt mit der der Sattelfederung.

Meinen Freund*innen sage ich voller Begeisterung: "Ich bin glücklich mit diesem E-Bike AIR 20 Pro von ADO. Das Fahren ist so leicht, wie wenn ich immer nur leicht bergab fahren würde." Zur Motor-Unterstützung muss man treten und bleibt in Bewegung, aber es ist nicht anstrengend. Selbst das Anfahren an einem Berg gelingt gut und sicher, da der Motor automatisch spätestens nach einer halben Drehung der Tretachse zugeschaltet wird.
Bisher musste ich den Akku erst nach jeweils 70 km nachladen, nicht weil er leer war, sondern weil ich nicht immer einschätzen konnte, wie lang die nächste Fahrt sein wird. Meine Einschätzung: Die vom Hersteller angegebene Reichweite von < 100 km mit einer Akku-Ladung kann erreicht werden, wenn man nur auf niedrigster Stufe und eco und auf gerader, asphaltierter Strecke fährt. Sieht also ganz gut aus.
Ich freue mich auf die nächsten Fahrten und denke, wenn wichtig, hier darüber zu berichten.
Erstellt am 11. September 2025, letze Aktualisierung: